Dienstag, 03.11.2026 19:30 Uhr

Das DFF ehrt Jutta Brückner

Verantwortlicher Autor: DFF Frankfurt am Main, 03.11.2026, 08:51 Uhr
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Frankfurt am Main [DFF] Das Deutsche Filminstitut Filmmuseum (DFF) ehrt Jutta Brückner mit einer Carte Blanche, in der sie einen Monat lang dem Publikum im Kino des DFF die Filme präsentiert, die sie in ihrem Leben am meisten geprägt und beeinflusst haben. Die Regisseurin und Autorin Jutta Brückner ist eine der bedeutendsten weiblichen Stimmen des Neuen Deutschen Films. So wie Dokumentardebüt "Tue Recht und scheue niemand" (BRD 1975) .

Es folgte ihr erster Spielfilm Hungerjahre, der mit dem FIPRESCI-Preis der Berlinale 1980 ausgezeichnet wurde. Ihre neueste Regiearbeit "Im Spiegel meiner Mutter" schließt ihre Mutter-Tochter-Trilogie ab. Mittwoch, 4. November, 18 Uhr: Adoption. Ungarn 1975. R: Márta Mészáros. D: Katalin Berek, Gyöngyvér Vigh, Péter Fried. 89 Min. 35mm. Original version with German subtitles Filmreihe: Carte Blanche. Die Fabrikarbeiterin Kata ist über 40 und heimlich in den verheirateten Joska verliebt, von dem sie sich ein Kind wünscht. Doch dieser ist davon wenig begeistert. Durch die Freundschaft mit der Teenagerin Anna entwickelt Kata ein Interesse am Schicksal vernachlässigter Kinder und will schließlich ein Baby aus dem Kinderheim adoptieren.

Márta Mészáros gewann mit ÖRÖKBEFOGADÁS als erste Frau den Goldenen Bären der Berlinale 1975. Jutta Brückner: „1975 war dieser Film für mich eine Offenbarung, denn Menschen wie diese hatte ich noch in keinem Film gesehen.“ Mittwoch, 11. November, 20.30 Uhr. FA YEUNG NIN WAH. In the Mood for Love Hongkong/Frankreich 2000. R: Wong Kar-Wai. D: Maggie Cheung, Tony Leung Chiu-wai, Ping-Lam Siu. 98 Min. 35mm. OmU Original version with German subtitles Filmreihe: Carte Blanche. Hongkong 1962: Zeitungsredakteur Chow zieht mit seiner Frau in ein Haus der Shanghai-Community. Es entwickelt sich eine verhängnisvolle Affäre mit Chan Li-zhen, die am selben Tag mit ihrem Mann in die Nachbarwohnung einzieht.

Gemeinsam schreiben sie an Martial-Arts-Geschichten, treffen sich im Hotel und kommen sich auf faszinierende Weise näher. Ausgezeichnet mit zwei Palmen für den besten männlichen Darsteller und die beste Kamera bei den Filmfestspielen Cannes 2000. Jutta Brückner: „Ein betörender Tanz um die Liebe.“ Donnerstag, 12. November, 18 Uhr: Tue Recht und scheue niemand - Anhand eines Mosaiks aus Privatfotos, Archivbildern und Porträts des Fotografen August Sander wird die Lebensgeschichte von Gerda Siepenbrink, der Mutter von Regisseurin Jutta Brückner, erzählt. Es ist zugleich ein Panorama weiblicher Unfreiheit im Deutschland des 20. Jahrhunderts und eine persönliche Aufarbeitung von verpassten Chancen.

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