Donnerstag, 15.01.2026 19:50 Uhr

Geschäfte werden auf dem Golfplatz gemacht!

Verantwortlicher Autor: Peter Schlusnus Herdecke, 28.07.2025, 21:14 Uhr
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Herdecke [ENA] Da hat der Volksmund doch recht, wenn er sagt, die besten Geschäfte werden doch nicht im Büro sondern „auf dem Golfplatz“ gemacht. Da dreht der Präsident der USA erstmal lässig seine Runde auf seinem Golfplatz, dann bittet er zur Audienz und startet mit seinen Erzählungen und erst nach über 60 Minuten kommt es zum so wichtigen Thema wie Zölle auf europäische Waren, die in die USA exportiert werden sollen.

Mit der goldenen Krawatte unterstreicht Trump schon mal den Sieg über die europäische Verhandlungsführerin, Frau von der Leyen schüttelt brav die Hand und hört angespannt dem Präsidenten zu. Alles was folgt ist in schöner Reihenfolge eine Demütigung nach der anderen. Die EU wird auf ganzer Länge des Gespräches, oder besser des Monologes von Seiten Trump gedemütigt, immer mit dem Hinweis im Gepäck, wir haben die Atomwaffen zu eurem Schutz. Dies aber nur, wenn ihr folgsam seid. Die EU willigt 15\% Zölle auf alle Waren aus Europa ein und erlässt alle Zölle den USA in Gegenzug.

Nicht genug, die EU willigt auf Kosten der Steuerzahler der EU, Investitionen über 700 Mrd. Dollar in den USA ein und verpflichtet sich zusätzlich Frakinggas und andere Energieeinkäufe über weitere 650 Mrd. Dollar. Was ist das für ein Geschäft? Bei Trump knallen doch in den nächsten 14 Tagen die Champagnerkorken im Minutentackt. Die können doch ihren Dusel kaum begreifen. Von der Leyen reist mit ihrer Entourage mit hängen Köpfen vom Golfplatz zurück nach Brüssel, um die Wunden zu versorgen, doch so viel Pflaster hat die Apotheke in Brüssel gar nicht auf Lager, um den Blutfluss zu stillen. Was nun Europa? Aus Brüssel hört es sich so an, als wäre mehr nicht möglich gewesen.

Auch der Bundeskanzler spricht von Schadensbegrenzung. Im Klartext: Auf ganzer Länge eingebrochen mit wenig Gegenwehr und keinem Rückgrat aus den Gesprächen gegangen. Von Verhandlungen kann man ja nicht sprechen. Die Industrie und Wirtschaft, sonst ja zurückhaltend, wenn es um die CDU/CSU und ihrer angeblichen Wirtschaftskompetens geht, spricht von erheblichen Verlusten, wenn nicht vom Totalausfall. Schadensbegrenzung ist das Eine, aber mit einem zu „0“ vom Platz zu gehen ist das Andere. Was ist den erreicht, nichts. Es gibt einen Sieger, Trump. Und wer weis denn, was noch kommt, denn mit so einem einfachen und wehrlosen Gegner aus Europa kann man sicherlich noch weitere schöne und gewinnbringende Abschlüsse erzielen.

Die EU ist für Jahre geschwächt und vom Spielfeld verschwunden. Die Stimmen von 450 Millionen Menschen werden nun überhört. Es rächt sich nun die Blauäugigkeit gegenüber den USA als Schutzmacht für Europa, hat man doch geglaubt, alles geht weiter wie bisher. Die amerikanischen Raketen auf dem europäischen Kontinent werden schon für den notwendigen Schutz in Europa sorgen. Dem ist aber nun nicht mehr so, der Verbündete droht mit dem Entzug dieser Vereinbarung, wenn wir nicht das tun, was er ultimativ von Europa fordert, wirtschaftliche Unterwerfung.

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